Du befindest dich hier: Startseite / Aktuell / Artikel

Aktuell

Unser Jahresthema 2008

30.Januar, 2008 | Andreas Bucher
Gelebter Glaube aus den Wurzeln unserer Tradition In unserem diesjährigen Jahresthema kommen zwei Überlegungen zusammen:
  1. Die Jahreslosung „Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben“.
  2. Unser 75-jähriges Gemeindejubiläum
Jubiläen regen dazu an, innezuhalten und zurück zu schauen, um mit Blick nach vorne eine Standortbestimmung vorzunehmen. Was hat die Gemeinde in den zurückliegenden 75 Jahren beschäftigt und bewegt? Welche Entscheidungen wurden mit welchen Begründungen getroffen? Die Frage, ob sie weiterhin noch gelten sollen, sucht eine Antwort. Glauben ist keine zeitliche Konstante. In der gern benutzen Terminologie „im Glauben wachsen“ wird angesprochen, dass der Glaube abhängig ist von Erkenntnissen, Erfahrungen und Erlebnissen. Mein Glauben steht in Wechselwirkung zu meinem Leben. Er setzt sich Anfragen aus. Zum Wachsen braucht er Herausforderungen und Bewährungen. Deshalb meine ich, dass Glauben sich individuell unterscheidet, auch wenn der Glaube an den dreieinigen Gott der gleiche ist. Ich spreche vom persönlichen Glauben, der geprägt ist von der Familie, der Gemeinde, der Konfession, in die wir hineingeboren wurden, und in denen wir leben. Können wir begründet auf die Frage antworten, warum wir eine mennonitische Gemeinde sind? Kennen und leben wir Schwerpunkte und Besonderheiten der mennonitischen Ausprägung christlichen Glaubens, die wir in die Vielfalt christlichen Daseins einbringen können? Das Jubiläumsjahr gibt Anlass dazu, uns erneut auf die Wurzeln unseres mennonitischen Glaubens zu besinnen. Schließlich wollen wir nach wir vor als glaubwürdige Zeugen christlichen Glaubens gesehen und erlebt werden. Auf einige Vorhaben zum Jubiläum mochte ich in diesem Zusammenhang hinweisen.
  1. In über das Jahr verteilte Themengottesdienste werden wir über die Wurzeln unseres Glaubens nachdenken, z.B. wir bekennen Christus als Fundament unseres Glaubens; wir sehen die Bedeutung der Nachfolge in zeichenhaftem Dienen; wir erfüllen als Christen und als Gemeinde den Auftrag, die Mission Jesu; wir fragen nach den Umsetzungen in der Diakonie, in der Verkündigung und der Evangelisation, im Friedenszeugnis; wir überprüfen unser Gemeindeverständnis.
  2. In drei Zeitabschnitten, die jeweils 25 Jahre umfassen, werden wir uns erinnern lassen, wie die Gemeinde lebte und wie sie erfahren wurde. Durch eine Bilddokumentation im Gemeindesaal, die im Laufe der ersten Monate variierend gestaltet wird und durch Erzählungen in beleitenden Gottesdiensten wird die Geschichte der Gemeinde zum Sprechen gebracht.
  3. Erfahrungen mit der Gemeinde prägen den Glauben des einzelnen. In den Gemeindenachrichten erzählen Gemeindeglieder von ihren Erfahrungen mit und in der Gemeinde Stuttgart. Besonders aufschlussreich können diese Berichte sein, wenn sie auch gemachte Erfahrungen mit den jeweiligen früheren Heimatgemeinden mit einbinden.
Ich erhoffe mir, dass wir am Ende des Jahres rückblickend sagen können: Wir sind im Glauben gewachsen, unser Glaube wurde vertieft, wir haben gute Gemeinschaft erlebt, wir werden dieses Jahr in schöner Erinnerung behalten. Dazu erbitte ich den Segen Gottes. Volker Haury
Editiert von Andreas am 30.01.08, 20:05 Uhr

Kommentare


Keine Kommentare vorhanden!